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Programm zur hochwassersicheren Entwicklung der Siedlungsräume

Regierungsbeschluss vom 12.9.2005

67% der volkswirtschaftlichen Schäden bei Katastrophen im Alpenraum zwischen 1980 und 2002 gehen auf Hochwasserereignisse zurück. Allein die Schäden des Hochwassers 2002 beliefen sich für Österreich auf ca. 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, für die Steiermark auf ca. 40 Mio. €.
 

Wasserwirtschaft und Raumordnung

Die Schnittstelle Wasserwirtschaft - Raumordnung stellt einen der wichtigsten Schlüssel zur Minimierung der Schäden bei Hochwasserereignissen dar. So stehen von Seiten der Wasserwirtschaft differenzierte Grundlagen über zu erwartende Ereignisse zur Verfügung. Die Raumordnung wiederum ist durch gezielte Situierung von Nutzungen in der Lage, das zu erwartende Gefahren- und Schadenspotential zu minimieren.

Hierzu sind entsprechend dem neu verordneten Sachprogramm die räumlichen Vorraussetzungen für den Wasserrückhalt im Einzugsgebiet und im Abflussbereich eines Hochwassers zu erhalten und zu verbessern. In den Talräumen sind zusammenhängende Freiräume zu erhalten, um das Gefährdungs- und Schadenspotential bei Hochwasserereignissen so gering wie möglich zu halten und neben den Funktionen des passiven Hochwasserschutzes Freiraumfunktionen wie Landwirtschaft, Erholung und Biotopschutz zu erfüllen.

 

Freihaltung vor Sanierung

Der vorrausschauenden Freihaltung der Hochwasserretentions- und abflussräume sowie der Gefahrenzonen der Wildbach- und Lawinenverbauung wird dabei vor der nachträglichen Sanierung Priorität eingeräumt. Derzeit sind im Bereich der Bundeswasserbauverwaltung ungefähr die Hälfte dieser hochwassergefährdeten Gebiete ermittelt. Diese nehmen mit rund 30.540 ha etwa 6,36% des Dauersiedlungsraumes der Steiermark ein.

Für Baulandwidmungen mit besonderem öffentlichen Interesse wie hochwertige Industrie- und Gewerbeflächen oder Regionale Siedlungsschwerpunkte können von der prinzipiellen Freihaltung der gefährdeten Bereiche Ausnahmen getroffen werden. Keinesfalls als Bauland gewidmet werden dürfen Flächen mit besonders hohem Gefährdungspotential oder Flächen, die für den schadlosen Hochwasserabfluss jedenfalls notwendig sind.

 

Vorrangzonen Siedlungsentwicklung

Ausnahmen von der prinzipiellen Freihaltung der hochwassergefährdeten Bereiche im Rahmen dieses Sachprogramms gelten unter anderem für Regionale Vorrangzonen für die Siedlungsentwicklung. Bis zur Festlegung dieser Vorrangzonen in den Regionalen Entwicklungsprogrammen gelten die in der Anlage der Verordnung festgelegten Regionalen Siedlungsschwerpunkte als derartige Vorrangzonen:

 
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