Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung ab 1971

Externe Verknüpfung Tabelle

Externe Verknüpfung PDF (Karte+Text+Tabelle)

 

 

 
 
Nach den endgültigen Ergebnissen der Volkszählung (Stichtag 15.5.2001) werden in Österreich erstmals über 8 Millionen EinwohnerInnen, nämlich 8,032.926 Personen gezählt. 42% der gesamten Bevölkerung entfallen auf die Ostregion, rd. 36% auf die westlichen Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg und rd. 22% auf Südösterreich.

Die westlichen Bundesländer Österreichs wiesen in den vergangenen Jahrzehnten durchwegs hohe Bevölkerungszuwächse auf, in Ostösterreich hat sich die Dynamik im vergangenen Jahrzehnt verstärkt, der Bevölkerungszuwachs lag allerdings immer
noch unter dem österreichischen Vergleichswert. Im Vergleich undynamisch
verläuft traditionell die Entwicklung in Südösterreich.
In der Steiermark ist die Zahl der EinwohnerInnen in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen, die anhaltende negative Entwicklung in den Industriebezirken sowie in der Landeshauptstadt Graz ist der Grund dafür. Der Bevölkerungsrückgang betrug zwischen 1971 und 2001 insgesamt 1,0% (Österreich: +7,2%), wobei sich im vergangenen Jahrzehnt die negative Entwicklung allerdings etwas verlangsamt hat (-0,1%).
Ausschlaggebend für die Bevölkerungsverluste waren in der Steiermark in allen Dekaden die Wanderungsverluste (1971-2001: -27.360), die durch die in allen Perioden positiven
Geburtenbilanzen (1971-2001: 15.640) nicht ausgeglichen werden konnten.

In den vergangenen Jahrzehnten wurde die räumliche Verteilung der Bevölkerung durch mehrere Faktoren bestimmt.
Die Suburbanisierung setzte sich in den 1990er Jahren verstärkt fort. Während österreichweit für die großen Landeshauptstädte teils beträchtliche Abnahmen festgestellt
werden müssen, ist in den Umlandregionen eine sehr dynamische Bevölkerungsentwicklung zu beobachten.
Mit besonders hohen Abnahmen der Bevölkerungszahl war in den vergangenen 30 Jahren die Landeshauptstadt Graz (-9,2%) konfrontiert, wobei der Bevölkerungsrückgang in der Dekade zwischen 1991 und 2001 mit -4,9% besonders hoch war.
Bevölkerungszuwächse hatten zwischen 1971 und 2001 die Bezirke im Umland der Stadt Graz, alle Bezirke der Oststeiermark mit Ausnahme des Bezirkes Radkersburg sowie die Bezirke Deutschlandsberg, Liezen und Knittelfeld. Den größten Bevölkerungsgewinn verzeichnete dabei mit +31,6% in den vergangenen 30 Jahren der Bezirk Graz-Umgebung, gefolgt von den Bezirken Weiz (+8,9%), Leibnitz (+8,1%) und Hartberg (+7,3%). Die übrigen Bezirke mit Bevölkerungsgewinnen wiesen Zuwächse zwischen 0,4% (Knittelfeld) und 4,5% (Feldbach) auf.
Während es in den vergangenen Jahrzehnten österreichweit in vielen ländlichen Gebieten zu einer Stabilisierung bzw. einem Zuwachs der Bevölkerung gekommen ist, setzte sich der negative Trend vor allem in strukturschwachen, peripheren Bezirken sowie in den alten Industriegebieten weiter fort. Davon war insbesondere auch die Obersteiermark betroffen. So verzeichneten die Bezirke in den alten Industriegebieten der Mur-Mürz-Furche - auch im Österreichvergleich - durchwegs hohe Bevölkerungsverluste (Leoben hatte bspw. zwischen 1991 und 2001 mit -7,6% nach Linz (Stadt) die höchste Bevölkerungsabnahme aller politischen Bezirke Österreichs). Bevölkerungsrückgänge verzeichneten auch die Bezirke Voitsberg und Radkersburg. Die stärksten Abnahmen der Zahl der EinwohnerInnen zeigten sich zwischen 1971 und 2001 in den Bezirken Leoben (-21,9%), Bruck an der Mur
(-12,0%), Mürzzuschlag (-11,8%) und Judenburg (-10,9%). Die übrigen Bezirke mit Bevölkerungsverlusten wiesen Rückgänge zwischen -4,2% (Murau) und -9,2% (Graz Stadt) auf.

Der Dekadenvergleich auf der Bezirksebene zeigt , dass sich der Trend der vergangenen Dekaden in allen steirischen Bezirken auch in den 1990er Jahren weiter fortsetzte. Die Bezirke der Ost- und Südsteiermark (Ausnahmen: Füstenfeld und Radkersburg) weisen in allen Dekaden Bevölkerungszunahmen auf, die Bezirke in der Obersteiermark (ohne Liezen und Knittelfeld) sowie die Bezirke Voitsberg, Radkersburg und Graz (Stadt) hatten in allen Dekaden Bevölkerungsverluste zu verzeichnen.

Die Gemeindedaten zeigen sehr deutlich die starke Bevölkerungszunahme
in Gemeinden im engeren und weiteren Umland der Landeshauptstadt Graz. Außerhalb dieses Bereiches sind vielfach Bevölkerungsverluste zu verzeichnen.
Die Entwicklung in den vergangenen Dekaden zeigt, dass sich die Bereiche mit starken Bevölkerungszunahmen räumlich stark ausgeweitet haben. Verbesserungen in der Erreichbarkeit durch Ausbauten im öffentlichen Verkehr sowie im höherrangigen Straßennetz (z.B. Süd Autobahn) aber auch eine offensive Bodenbereitstellungspolitik vieler Gemeinden sind dabei für die Ausbreitung von wesentlicher Bedeutung.
 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons