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Bevölkerung

Altersaufbau 2001

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Die Bevölkerungsstruktur Österreichs ist durch einen kontinuierlichen Alterungsprozess
gekennzeichnet. Niedrige Geburtenraten sowie eine höhere Lebenserwartung der Bevölkerung sind dafür verantwortlich. Lag bspw. die Fertilitätsrate in Österreich 1971 noch bei 2,20, so ist sie in den darauffolgenden Jahrzehnten auf derzeit 1,31 gesunken. Österreich zählt damit gemeinsam mit den Nachbarländern Tschechien, Ungarn, Slowakei und Slowenien zu den europäischen Ländern mit einer sehr geringen Fertilitätsrate.
Die Lebenserwartung wiederum ist in Österreich im europäischen Vergleich sehr hoch, sie liegt bei den Männern bei 75,9 Jahren und bei den Frauen bei 81,7 Jahren. Nicht zuletzt haben auch historische und gesellschaftspolitische Rahmenbedingungen im 20. Jahrhundert (Kriege, Wirtschaftskrise, Zuwanderung, Baby Boom, usw.) Spuren im Altersaufbau hinterlassen.
In Österreich zeigt sich seit jeher – was die Altersstruktur betrifft – ein starkes West-Ost Gefälle, das allerdings nicht mehr so stark ausgeprägt ist wie in den Dekaden davor. Die westlichen Bundesländer haben generell eine deutlich jüngere Bevölkerungsstruktur als die Bundesländer im Osten und im Süden. Die Steiermark weist dabei mit 16,2% einen Anteil der unter-15-jährigen Wohnbevölkerung auf, der nur knapp unter dem Österreichwert (16,8%) liegt.
Die Zahl der Jugendlichen ist zwischen 1991 und 2001 steiermarkweit um 7,7% (Österreich: -0,2%) gesunken. Dies war nach Kärnten der höchste Rückgang aller österreichischen Bundesländer.
Abgesehen von dem traditionellen West-Ost-Gefälle zeigt die räumliche Veteilung
der Jugendlichen folgende Spezifika:
- Regionen mit hoher Agrarquote weisen die höchsten Anteile der unter-15-jährigen Wohnbevölkerung auf. Traditionelle Lebens- und Wohnformen sowie eine überdurchschnittlich hohe Geburtenrate können als Gründe dafür angeführt werden.
- Regionen mit positiven Wanderungsbilanzen weisen vielfach hohe Anteile im Bereich der unter-15-jährigen Wohnbevölkerung sowie eine positive Entwicklung auf. Gründe dafür könnten im Zuzug von Familien mit Kindern, die aus den Städten in die Umlandgemeinden siedeln, liegen.
- Auch in Regionen mit hohen ausländischen Zuwandereranteilen ist der Anteil der jugendlichen Wohnbevölkerung im Vergleich überdurchschnittlich hoch.
Innerhalb der Steiermark haben die höchsten Anteile der unter-15-jährigen Wohnbevölkerung einige Gemeinden des Bezirkes Liezen sowie der Oststeiermark.

Die Veränderung der Zahl der Jugendlichen folgt österreichweit einem einheitlichen regionalen Muster. Die höchsten Zuwächse haben die Stadt- Umland-Bezirke bzw. die Suburbanisierungsgebiete. Die höchsten Rückgänge sind in struktur- und
entwicklungsschwachen Regionen zu beobachten. Murau (-15,3%) und Mürzzuschlag
(-15,0%) gehören österreichweit zu den Bezirken mit den höchsten Abnahmen. Generell verzeichneten alle steirischen Bezirke mit Ausnahme von Graz-Umgebung zum Teil strake Rückgänge der Zahl der Jugendlichen.

Der Anteil der Senioren und Seniorinnen an der gesamten Wohnbevölkerung wächst stetig. Die Alterung der Gesellschaft wird in den nächsten Jahren weiter voranschreiten, damit werden nicht nur Anpassungen im gesellschaftspolitischen, ökonomischen und sozialen Bereich notwendig, damit einher gehen auch Fragen der Qualität und Quantität von Infrastrukturen (z.B. Gesundheit, Freizeit, Betreuung, usw.) aber auch Fragen räumlicher Entwicklungspotenziale.
44% aller über-60-jährigen Menschen leben in den ostösterreichischen Bundesländern, 22% der älteren Menschen leben in Südösterreich. In beiden Fällen liegt der Anteil dieser Bevölkerungsgruppe an der gesamten Wohnbevölkerung über dem österreichischen Vergleichswert.
Die regionale Verteilung verläuft spiegelbildlich zu jener der jugendlichen Bevölkerungsgruppe. Die höchsten Anteile der Altersgruppe der Über-60-Jährigen werden in den wirtschafts- und entwicklungsschwachen Regionen der Ober- und Oststeiermark ausgewiesen. Die Bezirke Bruck an der Mur, Leoben und Mürzzuschlag (jeweils über 25%) nehmen dabei die Spitzenplätze ein.
In der Obersteiermark werden auch überdurchschnittlich hohe Anteile der Altersgruppe der hochbetagten Menschen (über 80 Jahre – Österreichwert: 3,6%) ausgewiesen.
 
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