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Bevölkerung

Über-15-jährige Wohnbevölkerung nach höchster abgeschlossener Ausbildung

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Bei der Volkszählung im Jahr 1971 gaben 1,7% der über- 15-jährigen Wohnbevölkerung als höchste abgeschlos­sene Ausbildung die Hochschule bzw. eine hochschulähn­liche Ausblldung an, 26% eine mittlere Schule und 67% hatten lediglich Pflichtschulabschluss. Bis zum Jahr 2001 hat sich dieses Bild deutlich verändert. Die Zahl der Hoch­schulabsolventInnen stieg von 15.400 auf 70.600 und damit um mehr als 340% auf einen Anteil von 7%. Auch die Anteile der MaturantInnen sowie der AbsolventInnen mittlerer Schulen haben sich deutlich erhöht. Der Anteil der PflichtschulabsoventInnen ist steiermarkweit hingegen von über 65% auf rd. 36% gesunken.

Im Dekadenvergleich lässt sich die Erhöhung des Bil­dungsniveaus in den einzelnen Regionen nachvollziehen. Anfang der 1970er Jahre lebte der Großteil der Personen mit Hochschulabschluss in der Landeshaupt­stadt. Ganz ähn­lich war das Bild bei den AHS-MaturantInnen. Umgekehrt verhielt es sich aller­dings bei den PflichtschulabsolventIn­nen, hier entfielen 17% auf die Stadt Graz, 83% auf die anderen Regionen der Steiermark. Dieses regionale Mus­ter begann sich in den 1970er Jahren deutlich zu verän­dern und dieser Trend setzte sich in den folgenden Deka­den fort. Es kann davon ausgegangen werden, dass ausgelöst bzw. unterstützt durch eine aktive Bildungspolitik sowie begleitende sozial­politische Maßnahmen (wie bspw. Schülerfreifahrten, Schulbücher, Abschaffung der Hochschultaxen, Stipendien usw.) sowohl soziale als auch räumliche Barrieren auf­gebrochen werden konnten.

Auf Ebene der politischen Bezirke zeigt sich, dass im Jahr 2001 die Universi­tätsstadt Graz die höchste Akademikerquote aufweist. Die niedrigsten Quoten findet man in der Ost- und Südsteier­mark bspw. in Feld­bach, Hartberg, Radkersburg, Leibnitz sowie in Mürz­zuschlag und Voitsberg. Einer der Gründe kann hier in der verstärkten Abwanderung höherqualifi­zierter Personen als Folge des unzureichenden Arbeits­platzangebotes gesehen werden.

Seit den 1970er Jahren haben sich nicht nur die regionalen Muster verändert, sondern ganz massiv auch auch die Bildungsbeteiligung nach Geschlecht. Als ausschlagge­bend dafür angesehen werden können die fortschreitende Demokratisierung, die emanzipatorischen, gesellschafts­politischen Veränderungen und damit verbunden die sich ändernden Geschlechterbilder, die Erleichterungen des Schul- und Univerisitätszugangs und auch die Einführung der Koedukation an den österreichischen Schulen als Regelfall sowie die Ausweitung des berufsbildenden höhe­ren Bildungsangebotes.

In den 1970er Jahren hat es vor allem in den allgemeinbil­denden höheren Schulen einen starken Zustrom von Mäd­chen gegeben, ebenso bei den mittleren Schulen. In den 1980er Jahren hat sich infolge dementsprechend auch die Zahl der Hochschulabschlüsse erhöht und die Mädchen haben nun auch im Bereich der BHS deutlich nachgezogen. Zwi­schen 1991 und 2001 tragen die Frauen – mit Ausnahme der mittleren Schulen – dann schon deutlich mehr zum Zu­wachs bei als die Männer.

 
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