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Arbeitsmarkt und Wirtschaft

Zahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort 2001 und Veränderung 1991-2001

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In den vergangenen Jahrzehnten hat sich nicht nur die Struktur sondern auch die regionale Verteilung der Arbeitsplätze stark verändert.

Die Beschäftigung in der Land- und Forstwirtschaft und die Zahl der Arbeitsplätze in den struktur­schwachen Industriegebieten sind zurückgegangen, in den Dienstleistungsbranchen ist es durchwegs zu teils beträchtlichen Beschäftigungszuwächsen nicht nur in den städtischen sondern zunehmend auch in den ländlichen Regionen gekommen.

In der Karte wird neben der Absolutzahl der Arbeitsplätze 2001 die Veränderung der Zahl der Arbeits­plätze insgesamt und jene der Frauenarbeisplätze zwischen 1991 und 2001 dargestellt.
Die Zahl der Arbeitsplätze ist grundsätzlich ident mit der in der Statistik ausgewiesenen Zahl der Er­werbstätigen am Arbeitsort. Unter den Begriff „Erwerbstätige am Arbeitsort“ fielen bei den Erhebungen der Volkszählung 2001 alle Personen, die in Voll-, Teilzeit oder geringfügig (erstmals erhoben) er­werbstätig sowie Präsenz- oder Zivildiener waren. Der Begriff umfasst nicht nur ArbeitnehmerInnen sondern auch Selbstständige und mithelfende Familienangehörige. KarenzurlauberInnen bzw. Frauen im Mutterschutz waren dabei nicht enthalten. Um die Vergleichbarkeit mit den Dekaden davor ge­währleisten zu können, wurde bei den Daten, die für die Kartendarstellung sowie für die Tabelle ver­wendet wurden, die Zahl der geringfügig Erwerbstätigen nicht berücksichtigt bzw. die Zahl der Ka­renzurlauberInnen hinzugerechnet.

Von den 2001 insgesamt rund 498.000 Arbeitsplätzen der Steiermark entfielen rund 30,6%
auf die Landeshauptstadt Graz sowie 8,8% auf deren Umlandbezirk und 5,0% auf den Bezirk Leibnitz. Dies bedeutet, dass über 40% aller Arbeitsplätze im Ballungsraum des Grazer Beckens (Bezirke Graz (Stadt), Graz-Umgebung und Leibnitz) anzutreffen sind. In der Stadt Graz sank die Zahl der Arbeits­plätze im letzten Jahrzehnt allerdings um insgesamt 2,6%, im Umgebungsbezirk stieg sie hingegen um 32,0%, was nicht zuletzt auch auf Suburbanisierung im Bereich der Betriebsgründungen und der Betriebsverlagerungen zurückzuführen ist.

Die Gemeindekarte zeigt sehr deutlich eine starke räumliche Konzentration der Gemeinden mit hohen Zunahmen um die Stadt Graz, Gemeinden mit hohen Abnahmen befinden sich vor allem in der Ober­steiermark.
Außerhalb der Ballungsgebiete sind es vor allem die Bezirkshauptorte, wo eine positive Dynamik der Arbeitsplätze zu beobachten ist. Die Arbeitsplatzentwicklung wird gerade auf der kleinräumigen Ebene der Gemeinden oft von einzelnen Aktivitäten wie Betriebserweiterungen, Betriebsneugründungen oder der Errichtung von Dienstleistungseinrichtungen (z.B. Tourismus) stark beeinflusst. Dieser positive Effekt kehrt sich ins Negative bei Betriebsstilllegungen, Betriebsverlagerungen oder Stilllegung einer privaten oder öffentlichen Dienstleistungseinrichtung.

Auf Grundlage der Volkszählungen 1991 und 2001 hat die Zahl der Arbeitsplätze in der Steiermark um 18.736 oder 3,9% zugenommen (1981-1991: -0,8%).

Nach Wirtschaftssektoren war die Entwicklung – wie in der Dekade davor – stark unterschiedlich:
einem Rückgang der Zahl der Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft um 33,1%
(-14.979) und in Industrie und Gewerbe um 11,6% (-20.652) stand im Dienstleistungsbereich eine Zunahme um 21,2% (+54.367) gegenüber (vgl. Karte "Veränderung der Zahl der Arbeitsplätze nach Wirtschaftsbereichen 1991-2001").

Wie oben erwähnt, sind es vor allem die Bezirke im Umland der Landeshauptstadt Graz, in denen ein großer Anteil der neuen Arbeitsplätze geschaffen wurde. An der Spitze der Bezirke mit den höchsten Zunahmen zwischen 1991 und 2001 stehen Graz-Umgebung, Deutschlandsberg, Weiz und Fürsten­feld. Die Gebiete mit den höchsten prozentuellen Abnahmen der Zahl der Arbeitsplätze sind die Be­zirke Knittelfeld, Graz (Stadt) und Mürzzuschlag.

Die Entwicklung der Zahl der Arbeitsplätze beider Dekaden 1991-2001 und 1981-1991 (siehe Tabelle) zeigt, dass die Bezirke Graz-Umgebung, Deutschlandsberg, Hartberg, Leibnitz und Fürstenfeld seit 1981 Zunahmen verzeichnen konnten. In der südöstlichen Steiermark konnten zwischen 1991 und 2001 – anders als in der Dekade davor – alle Bezirke Arbeitsplatzzuwächse verzeichnen. Eine Region mit rückläufigen Arbeitsplatzzahlen in beiden Perioden war die gesamte Obersteiermark mit Aus­nahme des Bezirkes Liezen.

56,9% der Arbeitsplätze wurden im Jahr 2001 von Männern besetzt, 43,1% von Frauen. Damit ist der Anteil der Frauenarbeitsplätze im Vergleich zum Jahr 1991 weiter gestiegen (+2,6 Prozentpunkte). Die Entwicklung der Zahl der Frauenarbeitsplätze zwischen 1991 und 2001 zeigt den starken Anstieg der Zahl der erwerbstätigen Frauen in allen steirischen Bezirken mit Ausnahme des Bezirkes Radkers­burg. Für die Zunahme der Frauenerwerbstätigkeit verantwortlich waren vor allem sektorale Struktur­veränderungen durch den Beschäftigungsrückgang im Produktionssektor bei gleichzeitig starkem An­stieg im Dienstleistungsbereich sowie die Zunahme atypischer Beschäftigungsverhältnisse sowie der kräftige Anstieg der Teilzeitarbeit und der Verbleib von Müttern im Erwerbsleben.

Die Arbeitsplatzdichte (Zahl der Arbeitsplätze pro 1.000 EinwohnerInnen) lag in der Steiermark 2001 bei 421 (1991: 404). Die Landeshauptstadt Graz erreicht mit 674 Arbeitsplätzen pro 1.000 Einwohne­rInnen den höchsten Wert, gefolgt von Fürstenfeld mit 444 und Judenburg mit 411. Am unteren Ende der Skala liegen Voitsberg (295) und Murau (307).

 
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