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Arbeitsmarkt und Wirtschaft

Veränderung Zahl der Arbeitsplätze 1991-2001 nach Wirtschaftsbereichen

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In Österreich zeigte sich auch 2001, wie schon bei den Volkszählungen 1991, 1981 und 1971, eine für Staaten mit entwickelter Volkswirtschaft charakteristische Schwerpunktverlagerung der Arbeitsplätze zum tertiären Wirtschaftssektor.

In der Kartendarstellung entspricht der Sektor Land- und Forstwirtschaft den ÖNACE Abschnitten (A) und (B) („Land- und Forstwirtschaft“ bzw. „Fischerei und Fischzucht“).

Der Sektor Industrie und Gewerbe (Produktion) umfasst die Abschnitte „Bergbau und Gewinnung von Steinen u. Erden“ (C), „Sachgütererzeugung“ (D), „Energie- und Wasserversorgung“ (E) und „Bauwe­sen“ (F).

Der Dienstleistungssektor wurde geteilt: der Bereich öffentliche Dienste umfasst die ÖNACE-Ab­schnitte „Verkehr und Nachrichtenübermittlung“ (I), „Öffentl. Verwaltung, Sozialversicherung“ (L), „Unterrichtswesen“ (M), „Gesundheits-, Veterinär- und Sozialwesen“ (N), „Erbringung von sonstigen öffentlichen u. persönlichen Dienstleistungen“ (O) sowie „Exterritoriale Organisationen“ (Q), der Be­reich Wirtschafts- und private Dienstleistungen die Abschnitte „Handel; Reparatur v. Kfz u. Gebrauchsgütern“ (G), „Beherbergungs- und Gaststättenwesen“ (H), „Kredit- und Versicherungswe­sen“ (J), „Realitätenwesen, Unternehmens­dienstleistungen“ (K) sowie „Private Haushalte“(P).

2001 waren österreichweit nur noch 4,1% der Erwerbstätigen am Arbeitsort (ohne geringfügig Er­werbstätige und einschließlich der KarenzurlauberInnen) in der Land- und Forstwirtschaft tätig (1991: 6,2%), in der Steiermark betrug der entsprechende Anteil 6,1% (1991: 9,5%). Hingegen arbeiteten in Österreich 27,9% (1991: 35,0%), in der Steiermark 31,5% (1991: 37,0%) im Produktionssektor und 68,0% bzw. 62,4% (1991: 58,8% bzw. 53,5%) im Dienstleistungssektor.

Die Wirtschaftszugehörigkeit der Erwerbstätigen hat sich in den letzten Jahrzehnten einschneidend verschoben. Während noch in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Land- und Forstwirtschaft mit mehr als einem Drittel aller Berufstätigen den größten Sektor dargestellt hat, ist ihr Anteil von Volkszählung zu Volkszählung kontinuierlich gesunken. Der Sektor Industrie und Gewerbe (ein­schließlich Bauwesen) hat nach dem Krieg einen Aufschwung erlebt. 1951 und 1961 war er der größte Sektor, erreichte 1971 und 1981 Werte von über 40% aller Berufstätigen und sank in den vergange­nen Dekaden, unter anderem durch die wachsende Automatisierung, auf unter 40% (1991) bzw. unter 30% (2001) ab. Der ständig wachsende Dienstleistungssektor holte 1971 den Produktionssektor ein, erreichte 1981 die 50%-Marke und beschäftigt seit den 1980er Jahren bereits die überwiegende Mehrheit der Berufstätigen.

In der Kartendarstellung wird die Entwicklung der Zahl der Arbeitsplätze in der Steiermark ersichtlich. Die Zahl der Arbeitsplätze wird gleichgesetzt mit der in der Statistik ausgewiesenen Zahl der Er­werbstätigen am Arbeitsort. Unter den Begriff „Erwerbstätige am Arbeitsort“ fielen bei den Erhebungen der Volkszählung 2001 alle Personen, die in Voll-, Teilzeit oder geringfügig (erstmals erhoben) erwerbstätig sowie Präsenz- oder Zivildiener waren. Der Begriff umfasst nicht nur ArbeitnehmerInnen sondern auch Selbstständige und mithelfende Fami­lienangehörige. KarenzurlauberInnen bzw. Frauen im Mutterschutz waren dabei nicht enthalten. Um die Vergleichbarkeit mit der Dekade davor gewährleisten zu können, wurde bei den Daten, die für die Kartendarstellung verwendet wurden, die Zahl der geringfügig Erwerbstätigen nicht berücksichtigt bzw. die Zahl der KarenzurlauberInnen hinzugerechnet.

Die Zahl der Arbeitsplätze in der Land- und Forstwirtschaft hat in der Steiermark zwischen 1991 und 2001 um rund 33% abgenommen (Österreich: -30%). Der Rückgang war dabei in einigen Bezirken in der Süd- und Oststeiermark (Radkersburg: -50%, Fürstenfeld: -47%, Feldbach: -43%), also in Regio­nen mit traditionell hohem Agraranteil, besonders hoch. Dabei handelt es sich insbesondere auch um solche Regionen, in denen schon in der Vorperiode die Abnahmen mit Verlusten von 30% und mehr ohnehin sehr hoch waren (z.B. Fürstenfeld und Radkersburg). Trotz des zu beobachtenden tiefgrei­fenden Strukturwandels in der Land- und Forstwirtschaft in den Dekaden zwischen 1981 und 1991 bzw. 1991 und 2001 weisen manche Bezirke in der Süd- und Oststeiermark auch 2001 immer noch vergleichsweise hohe Agrarquoten (Anteil der Erwerbstätigen am Arbeitsort, die in der Land- und Forstwirtschaft tätig sind, an der Gesamtzahl der Erwerbstätigen am Arbeitsort) auf (Feldbach: 14,6%, Hartberg: 14,6%, Leibnitz: 10,7%, Murau 15,5%, Radkersburg: 14,9%, Weiz: 11,3%). In einzelnen Gemeinden werden sogar 60% und mehr erreicht.

Im Bereich Industrie und Gewerbe nahm die Zahl der Arbeitsplätze in der Steiermark in den 1990er Jahren um insgesamt etwa 12% ab (Österreich: -17%). Die höchsten Abnahmen hatten die Stadt Graz (-30%), sowie die Bezirke Knittelfeld (-25%), Judenburg (-18%), Bruck an der Mur (-16%), Leoben (-15%) und Voitsberg (-15%). Nur wenige Bezirke wiesen Zuwächse auf, nämlich die Bezirke Deutsch­landsberg (+15%), Graz-Umgebung (+13%) und Weiz (+12%).

Im Österreichdurchschnitt gab es zwischen 1991 und 2001 im Bereich öffentliche Dienstleistungen eine Zunahme der Zahl der Arbeitsplätze um 7%, in der Steiermark stieg die Zahl der Arbeitsplätze in diesem Bereich um 8%. Die höchsten Zunahmen (über 30%) hatten dabei die Bezirke Graz-Umge­bung (+43%) und Radkersburg (+33%), gefolgt von den Bezirken Leibnitz (+25%) und Hartberg (+22%). Insgesamt konzentrierten sich die hohen Zunahmen damit auf das Umland der Stadt Graz sowie auf die Süd- und Oststeier­mark. Eine Abnahme in diesem Wirtschaftsbereich verzeichnete nur die Stadt Graz.

Deutlich höher war im Österreichdurchschnitt mit +36% und im Steiermark-Vergleich mit +39% die Zunahme der Zahl der Arbeitsplätze im Bereich der Wirtschafts- und privaten Dienstleistungen. Alle Bezirke verzeichneten in diesem Bereich zwischen 1991 und 2001 Zuwächse, die höchsten Zunah­men (über 50%) hatten der Umgebungsbezirk der Stadt Graz (+97%) sowie die Bezirke Deutsch­landsberg (+64%), Feldbach (+60%), Fürstenfeld (+73%), Hartberg (+57%), Radkersburg (+57%) und Weiz (+60%).

 
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