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Wohnen

ÖROK-Prognosen 2001-2031 - Wohnungsbedarf

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Die ÖROK-Prognose zu „Haushaltsentwicklung und Wohnungsbedarf“ stellt den zweiten Teil der um­fassenden ÖROK-Prognosen 2001-2031 dar. Der erste Teil „Bevölkerung und Arbeitskräfte nach Re­gionen und Bezirken Österreichs“ wurde im Mai 2004 veröffentlicht.

Derzeit gibt es in der Steiermark rund 532.000 Wohnungen (2001). Bis zum Ende des Prognosehori­zonts 2031 wird die Zahl der Haushalte um rund 9% zunehmen, jene der Wohnungen um rund 14%. Das raschere Wachstum der Zahl der Wohnungen als Folge einer Zunahme der Zweit- und Ferien­wohnsitze sowie des Erneuerungsbedarfs im Bestand wird sich fortsetzen, 2031 werden 608.000 Wohnungen vorhanden sein, um rund 76.000 mehr als heute.

Die jährliche Neubauleistung (inkl. Totalsanierung von Wohnraum) betrug in den 1990er Jahren über 9.000 Wohnungen. Für das laufende Jahrzehnt (2001-2011) ist mit einem jährlichen Neubaubedarf von rund 6.000 Wohneinheiten zu rechnen, im darauf folgenden Jahrzehnt (2011-2021) mit rund 4.700 Wohneinheiten. Im dritten Dezennium unseres Jahrhunderts, in dem die Bevölkerungszahl zurückge­hen wird, sinkt der Neubaubedarf deutlich auf knapp 3.300 Wohnungen pro Jahr.

Die Prognose der erforderlichen Wohnbauleistung zeigt insgesamt, dass eine gewisse Rücknahme der hohen Neubauzahlen der zweiten Hälfte der 1990er Jahre aus demographischen Gesichtspunkten vertretbar ist, ein Absenken der Neubauleistung auf das Niveau der 1980er Jahre jedoch nicht. Dies würde nur zur Verknappung und vor allem zu einer überdurchschnittlichen Verteuerung des Wohn­raums führen und schwierigere Startbedingungen für junge, wohnungssuchende Haushalte schaffen. Ebenso würden niedrige Neubauzahlen in manchen Stadtvierteln und Regionen eine notwendige Sa­nierung des Wohnungsbestandes durch Abriss und Neubau verlangsamen, weil für die dort anwe­sende Bevölkerung keine vergleichbar kostengünstigen Ersatzquartiere beschafft werden könn­ten.

In den steirischen Bezirken wird das erforderliche Neubauvolumen voraussichtlich auf ein Drittel des Wertes des vergangenen Jahrzehnts absinken, Wohnungsneubau wird nur mehr der Bestanderhal­tung dienen. Letzteres verdeutlicht, dass auch bei stagnierenden oder sogar bei rückläufigen Bevölke­rungszahlen Wohnungsneubau notwendig ist.

Ein höherer Neubaubedarf ist in allen zentralen Bezirken Österreichs zu erwarten. Bis 2031 werden vor allem die städtischen Agglomerationen, also das nähere und das weitere Umland der Städte de­mographisch wachsen. Neben den Zentralräumen ergibt sich daher auch für jene Bezirke ein relativ hoher Wohnungsbedarf, die über eine ältere Wohnungsstruktur verfügen. Hier wird mehr Wohnungs­neubau benötigt, um die alten, abgewohnten und unbrauchbar gewordenen Wohnungen zu ersetzen. Wenn dies mit einem demographischen Wachstum zusammenfällt, dann ist der Wohnungsbedarf besonders hoch. Schließlich zeigt sich noch ein dritter Bezirkstyp mit relativ hohem Wohnungsbedarf. Es handelt sich dabei um Bezirke in landschaftlich attraktiven Gebieten, wo ein vergleichsweise hoher Anteil an Wohnungen „ohne Wohnbevölkerung“ bzw. von Ferien- oder Freizeitwohnsitzen errichtet wird. Eine deutliche Abnahme des Neubauvolumens wird hingegen in strukturschwachen Regionen mit starkem Bevölkerungsrückgang und Abwanderung erwartet.

 
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