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Mobilität und Verkehrsinfrastruktur

Pendelwanderung 2001

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Die ungleiche regionale Verteilung von Arbeitsplatzangebot und Arbeitsplatznachfrage wird durch Berufspendelwanderung in die großen Arbeitszentren ausgeglichen. Die Entwicklung im letzten Jahr­zehnt hat gezeigt, dass die Konzentrationstendenzen von Bevölkerung und wirtschaftlichen Aktivitäten sich gefestigt, allerdings nicht weiter verstärkt haben.
Die Tendenz der räumlichen Umverteilung von Bevölkerung und Arbeitsplätzen erfolgt einerseits zwi­schen peripheren Gebieten und Ballungsräumen, und andererseits auch innerhalb der Ballungsräume zwischen den Städten und dem unmittelbaren Umland.

Die Zahl der Erwerbstätigen, die täglich zwischen Wohn- und Arbeitsort pendeln, ist in den letzten 30 Jahren stetig angestiegen. Seit 1971 hat sich in Österreich die Zahl der PendlerInnen (Erwerbstätige, deren Arbeitsplatz nicht in ihrer Wohngemeinde liegt) mehr als verdoppelt. Von den bei der Volkszäh­lung 2001 ermittelten etwa 3,5 Mio. Erwerbstätigen arbeiteten etwa 1,8 Mio. nicht in der Wohnge­meinde, sondern auf dem Gebiet einer anderen Gemeinde. Zunehmende Motorisierung, die Verbes­serung der Verkehrsinfrastruktur und des Angebotes im Bereich des öffentlichen Verkehrs sowie die Ausweitung der Frauenarbeitsplätze haben nicht nur die Einzugsgebiete um die Arbeitszentren deut­lich vergrößert, es hat sich auch der Anteil der Frauen am gesamten Pendleraufkommen erhöht.

1991 gab es österreichweit rund 1,47 Mio. AuspendlerInnen über Gemeindegrenzen, was 43% aller Erwerbstätigen am Wohnort entspricht. Im Jahr 2001 waren es bereits 1,77 Mio., oder 51% aller Er­werbstätigen am Wohnort (ohne geringfügig Erwerbstätige). Das heißt, rund 301.000 oder ein Fünftel mehr Erwerbstätige als 1991 hatten 2001 einen Arbeitsplatz außerhalb ihrer Wohngemeinde.

Die Abnahme der Zahl der Arbeitsplätze in von den Ballungsräumen weit entfernten, agrarisch struktu­rierten Gebieten bewirkt, dass für den Weg zur Arbeitsstätte immer längere Distanzen zurückgelegt werden müssen und daher eine große Anzahl an PendlerInnen nicht jeden Tag an ihren Wohnort zu­rückkehren können. In der Statistik werden diese PendlerInnen als NichttagespendlerInnen bezeich­net. Aber auch das tägliche Pendeln über weite Entfernungen (mehr als 60 Minuten Wegzeit für den Weg zur Arbeit), wie es im weiteren Umland der Großstädte, vor allem in den Großraum Wien, beo­bachtet wird, wird hier als problematisch eingestuft.

Die gemeindeweise Darstellung zeigt in der Steiermark mehrere Regionen mit Gemeinden mit hohen AuspendlerInnen­quoten (Anteile der AuspendlerInnen an den Beschäftigten am Wohnort). Es sind dies in erster Linie Gemeinden im Einzugsbereich der Landeshauptstadt Graz und der Bezirkshaupt­orte. Auffallend ist die Tatsache, dass hier nicht zuletzt aufgrund von Verbesserungen des Ver­kehrs­netzes sowie der Angebote im öffentlichen Verkehr die Einzugsbereiche der PendlerInnen deut­lich größer geworden sind.

NichttagespendlerInnen und TagespendlerInnen mit einer Wegzeit von mehr als 60 Minuten pro Stre­cke werden als ProblempendlerInnen bezeichnet. Probleme ergeben sich im sozialen Bereich, durch gesundheitliche Belastungen, aber auch in einer Zunahme des Verkehrs, vor allem des motorisierten Individualverkehrs.

Die Zahl der Problem(aus)pendlerInnen (ohne geringfügig Erwerbstätige) betrug 2001 in der Steier­mark rund 52.000. Ihr Anteil an den Erwerbstätigen am Wohnort lag im Bundeslandschnitt bei 18%. Im Jahr 2001 finden sich die höchsten Anteile an ProblempendlerInnen in den peripheren, eher agra­risch strukturierten Gebieten.
Das Nichttagespendeln betrifft im Wesentlichen Männer. Nur wenige Frauen können über längere Zeit von zuhause wegbleiben. Weniger als ein Drittel (9.300 oder 27%) aller NichttagespendlerInnen in der Steiermark sind Frauen. (Zum Vergleich: 41% aller Erwerbstätigen am Wohnort in der Steiermark sind Frauen).
 
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