Navigation und Service

[Alt + 0] - Zur Startseite[Alt + 1] - Zur Suche[Alt + 2] - Zur Hauptnavigation[Alt + 3] - Zur Subnavigation[Alt + 4] - Zum Inhalt[Alt + 5] - Kontakt
Sie sind hier: 

Einkaufszentrenregelung

Raumordnungsgesetznovelle 2002 und Einkaufszentrenverordnung 2004

Am 25. März 2003 trat eine Novelle zum Steiermärkischen Raumordnungsgesetz in Kraft (Beschlüsse des Landtages vom 24. September und 10. Dezember 2002). Die Hauptthemen dieser Novelle sind die Neufassung der Raumordnungsgrundsätze, neue Bestimmungen zur Einkaufszentrenregelung sowie Maßnahmen zur aktiven Bodenpolitik. Ergänzend wurden auch die Definitionen von Kerngebieten und Industrie- und Gewerbebaugebieten angepasst.
 

Entwicklungsprogramm zur Versorgungsinfrastruktur (Einkaufszentrenverordnung)

Die Raumordnungsgesetznovelle 2002 erforderte eine Neufassung des Entwicklungsprogramms zur Versorgungsinfrastruktur von 1988 ("Einkaufszentrenverordnung"). Die Stmk. Landesregierung hat am 3. Mai 2004 die neue Einkaufszentrenverordnung beschlossen (LGBl.Nr. 25/2004).
 
Die Neugestaltung der Bestimmungen zur Ansiedelung und Erweiterung von Einkaufszentren ist das Ergebnis einer jahrelangen Vorbereitungsdiskussion. Es sollen Umgehungsmöglichkeiten reduziert und Möglichkeiten zur Ansiedelung von Einkaufszentren auf der „Grünen Wiese“ erschwert werden. Gleichzeitig wurden die Bestimmungen vereinfacht und die Abläufe entbürokratisiert.
 

Was ist ein Einkaufszentrum?

Als Einkaufszentren gelten Gebäude für Betriebe des Einzel- und Großhandels einschließlich der erforderlichen Abstellplätze mit einer Verkaufsfläche von insgesamt mehr als 800m² oder einer Bruttogeschossfläche von mehr als 1200m². Nicht als Einkaufszentren gelten Dienstleistungseinrichtungen, soweit dort eine Abgabe von Waren nur im untergeordneten Ausmaß oder überhaupt nicht erfolgt, Handelsbetriebe ausschließlich für Fahrzeuge, Maschinen, Baustoffe sowie Gärtnereien, Auslieferungslager ohne Verkaufsfläche, sowie Messen und Märkte.

Mehrere Gebäude oder Teile von Gebäuden für Betriebe des Einzel- und Großhandels
gelten als Einkaufszentrum, wenn sie in einem räumlichen Naheverhältnis stehen
und eine bauliche und/oder betriebsorganisatorische Einheit bilden und die Summe der oben genannten Verkaufsflächen oder Bruttogeschossflächen übeschreiten.

Die Einkaufszentren werden unterteilt in Einkaufszentren 1 (mit Lebensmittel im Warensortiment) und Einkaufszentren 2 (ohne Lebensmittel in ihrem Warensortiment). Die Kategorie EZIII (Sonderform mit großem Flächenbedarf) entfällt.

Die erforderlichen Abstellplätze sind in Hoch- oder Tiefgaragen bereitzustellen.
 

Neue Baugebietskategorien

Kerngebiete
  • Höhere Nutzungsvielfalt (Mischgebiet)
  • Höhere Bebauungsdichte
  • Zulässigkeit von Einkaufszentren 1 und 2 im Kerngebiet zentraler Orte
  • Kein „zentralörtliches KG“ mehr

Gewerbegebiete

  • Statt Industrie- und Gewerbegebiet I, für KMU Produktion, Handel, Dienste
  • Handelsfunktion nicht überwiegend
  • Im Anschluss an bestehendes, überwiegend bebautes Reines Wohngebiet, Allgemeines Wohngebiet, Kerngebiet und Dorfgebiet
  • Bebauung von innen nach außen
  • Handelsbetriebe nur gleichzeitig oder nach anderer Bebauung

Industrie- und Gewerbegebiete 1 und 2

  • Statt Industrie- und Gewerbegebiet II und III, keine Handelsbetriebe
    Ausnahmen:
    Fabrikverkauf, Kantinen etc. Handel mit Maschinen, Fahrzeugen, Baustoffen, Gärtnereien, Auslieferungslager, Messen, Märkte (gelten auch nicht als Einkaufszentren)
  • Zonen für „SEVESO-Betriebe“
 

Wo sind Einkaufszentren zulässig?

Einkaufszentren sind in folgenden Baugebieten zulässig:
  • in Kerngebieten und in Baugebieten für Einkaufszentren1 bzw. 2 von zentralen Orten
  • in vom Land verordneten Einkaufszentren 1 bzw. 2 – Flächen
    (Einkaufzentren - Standortverordnung)

Voraussetzung für die Ausweisung im Externe Verknüpfung Flächenwidmungsplan Glossar sind:

  • die Vermeidung unzumutbarer Immissionen und großräumiger Überlastung der Verkehrsinfrastruktur durch den Betrieb des Einkaufszentrums,
  • eine geeignete Verkehrserschließung der Einkaufszentrumsfläche und
  • die Vermeidung von unzumutbaren Beeinträchtigungen der Nachbarschaft.
 
  • socialbuttonssocialbuttons
    socialbuttons