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Planungsmethodik (REPRO NEU: Mürzzuschlag)

Regionales Entwicklungsprogramm für die Planungsregion Mürzzuschlag

Das regionale Entwicklungsprogramm steht in der steiermärkischen Raumordnung als Bindeglied zwischen den abstrakten Grundsätzen des Raumordnungsgesetzes sowie den Vorgaben des Landesentwicklungsprogramms und den detaillierten Aussagen der Ortsplanung. Räumlich werden dabei Aussagen auf drei Ebenen gemacht.
 

Ziele und Maßnahmen für die gesamte Planungsregion

konkretisieren Raumordungsgrundsätze für die Planungsregion und dienen zur Erleichterung von Abwägungs- und Beurteilungsprozessen.

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Ziele und Maßnahmen für Teilräume

werden auf Basis einer landschaftsräumlichen Gliederung der Planungsregion abgeleitet. Landschaftseinheiten werden hierbei als Räume mit einer einheitlichen, charakteristischen Kombination von Landschaftselementen verstanden. Sie werden einerseits aufgrund ihrer homogenen, spezifischen Struktur als auch ihrer Funktionen klassifiziert und zu Raumeinheiten agregiert. Ausgangspunkt ist der Umstand, dass in einheitlich ausgestatteten Landschaftsräumen auch vorhersagbar ähnlich Prozesse ablaufen.

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Vorrangzonen und Gemeindeprädikate

Mittels landesweit einheitlicher zum Teil mittels GIS-Modellen erstellter Grundlagen werden Flächenansprüche für Siedlungsentwicklung, Industrie und Gewerbe, produktive Landwirtschaft, Rohstoffgewinnung sowie ökologische und Naherholungsfunktionen ermittelt. Diese - sich vielerorts überlagernden - Flächenansprüche werden im Planungsprozess einer Konfliktbereinigung unterzogen. Die nach einer Einarbeitung der örtlichen Entwicklungsziele verbleibenden Flächen werden als regionale Vorrangzonen für die entsprechende Nutzung verordnet. Zudem werden die zentralen Orte der unteren Hierarchie (teilregionale Versorgungszentren) und regionale Industrie- und Gewerbestandorte im Regionalen Entwicklungsprogramm festgelegt.

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Ableitungen

 

Ableitung der regionalen Industrie- und Gewerbestandorte

Bei der Vergabe des Prädikats „Industriell- gewerblicher Entwicklungsstandort“ werden neben den festgelegten Vorrangzonenstandortgemeinden auch Standortgemeinden mit großflächigem Besatz an Betrieben mitberücksichtigt.

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Ableitung der Teilregionalen Versorgungszentren

Bei der verwendeten Methode zur Bestimmung von zentralen Orten wird die Zentralität einer Gemeinde als Bedeutungsüberschuss (dh. die positive Abweichung vom statistischen Landesdurchschnitt) bei den Beschäftigten (am Arbeitsort) im Dienstleistungsbereich abgebildet. Zur Gewährleistung einer ausreichenden Diversität werden Teilzentralitäten in 10 zentralitätsrelevanten Wirtschaftsklassen ermittelt. Die Zentralitätsstufe "Teilregionales Versorgungszentrum" (entspricht dem Nahversorgungszentrum gemäß Landesentwicklungsprogramm 1977) liegt vor, wenn eine Gemeinde über mindestens 7 ausgeprägte Teilzentralitäten verfügt. In Ausnahmefällen kann für Gemeinden mit ausreichend großer Einwohnerzahl (die für die wirtschaftliche Tragfähigkeit von zentralen Einrichtungen erforderlich ist) insbesondere zur besseren Verteilung der zentralen Orte in den Planungsregionen, die Mindestzahl auf 5 Teilzentralitäten reduziert werden.

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Ableitung der Vorrangzonen Landwirtschaft

Basis für die Abgrenzung der landwirtschaftlichen Vorrangzonen ist das GIS – Modell Leitfunktion Landwirtschaft. Hierbei wurde die Landesfläche nach der Einschränkung des Untersuchungsgebietes mittels Ausschlusskriterien auf Basis der Kriteriengruppen agrartechnische Produktionsvoraussetzungen (Flächengröße, Hangneigung) und klimatische Produktionsvoraussetzungen (Höhenlage, Exposition) auf ihre Eignung für Ackerbau und Grünlandnutzung hin überprüft.

Diese Flächen werden primär - konform mit dem entsprechenden Raumordnungsgrundsatz - aufgrund ihrer relativ hohen Produktivitätspotentials abgegrenzt. Tatsächlich erfüllen diese Flächen jedoch auch, wie es der gesellschaftspolitischen Neupositionierung der Landwirtschaft im Alpenraum als multifunktioneller Wirtschaftszweig entspricht, Funktionen des Wasserrückhalts und der Retention bei Starkniederschlagsereignissen, bereichern das ökologisch wichtige Grünsystem im ansonsten relativ intensiv genutzten und teils versiegelten Talboden, dienen der Raumgliederung durch die Trennung unterschiedlicher Ortschaften etc..

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Ableitung der Grünzonen

Basis für die Abgrenzung der Grünzonen waren Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten (Biotope). Wesentliche ökologische Funktion kommt den natürlichen Fließgewässern mit ihrer - teilweise durch anthropogene Nutzungsansprüche gefährdeten - Uferbegleitvegetation zu. Uferstreifen - unterschiedlicher Breite - vernetzen die im Regionalplan flächig abgegrenzten Grünzonen.

Neben ihrer großen funktionellen Bedeutung für die Ökologie und die (Schutz)Wasserwirtschaft dienen diese Bereiche der landschaftlich orientierten (Nah-) Erholung.

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Ableitung der Vorrangzonen für Industrie und Gewerbe

Zur Abgrenzung werden die Arbeiten zu industriell-gewerblichen Vorrangzonen in der Planungsregion herangezogen. Hierbei wurde die Landesfläche - nach der Einschränkung des Untersuchungsgebietes mittels Ausschlusskriterien - auf Basis der Kriteriengruppen Zentralität, Verkehrsinfrastruktur und Flächenbeschaffenheit (Attraktivitätspotential) sowie Nutzungsbeschränkungen und Nachbarschaftskonflikte (Konfliktpotential) auf ihre industriell-gewerbliche Eignung hin überprüft.

Die Ergebnisse wurden mittels der Flächenwidmungspläne sowie vor Ort auf weitere Kriterien (Hochwassergefährdung) und ihre Aktualität hin verifiziert. Als Flächenansprüche in die weitere Konfliktbereinigung gehen Flächen ein, als überregional bedeutsame Vorrangzone oder Vorrangstandort mit überregionaler Bedeutung bewertet wurden und über ausreichende Flächenreserven (10ha) verfügen.

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Ableitung der Vorrangzonen für die Siedlungsentwicklung

Vorrangzonen für die Siedlungsentwicklung sind einerseits bestehende Siedlungsschwerpunkte, andererseits Bereiche mit überdurchschnittlich guter Erschließung mit Öffentlichem Verkehr. Die Siedlungsschwerpunkte werden dabei nicht räumlich exakt abgegrenzt sondern mittels (Kreis-)Signatur dargestellt. Sie bezeichnen Gebiete mit bestehenden Versorgungseinrichtungen (Verwaltung, Bildung, private Dienstleistungseinrichtungen) und werden entsprechend ihrer zentralörtlichen Funktion (verschiedene Radien) unterschieden. Die räumliche Umsetzung und Konkretisierung hat im Rahmen der örtlichen Raumplanung erfolgen. Für dieses Thema erfolgt daher auch keine Konfliktbereinigung.

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Ableitung der Rohstoffvorrangzonen

Die Ableitung von Rohstoffvorrangzonen ist in engem Zusammenhang mit den Bestimmungen des Mineralrohstoffgesetzes zu sehen. So können unter Umständen - bewilligt durch das MinRoG als Bundesgesetz - auch Abbauten in Gebieten getätigt werden, die nicht als Rohstoffvorrangzonen im Regionalen Entwicklungsprogramm festgelegt werden. Mit Rohstoffvorrangzonen werden jedoch jene Flächen geschützt, deren Nutzung, aufgrund hochwertiger Lagerstätten und/oder des relativ geringen (zu erwartenden) Konfliktpotentials zu anderen Bodennutzungen im Interesse des Landes steht. Aufgabe des Regionalen Entwicklungsprogramms ist hierbei vor allem die Freihaltung dieser Flächen von Nutzungen, die die Rohstoffgewinnung verhindern könnten.

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