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EU-Förderprogramme 2014+ … die Zukunft beginnt jetzt!

Herausforderungen und Chancen für die steirischen Regionen und Gemeinden

Diskussion © A16
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Die Debatte über die EU-Kohäsionspolitik, die nach 2013 umfassend reformiert werden soll, hat bereits begonnen. Aus diesem Anlass lud die Abteilung 16 - Landes- und Gemeindeentwicklung gemeinsam mit dem Steirischen Städtebund und dem Steiermärkischen Gemeindebund am 7. Juli zur Veranstaltung „EU-Programme 2014+" in das Konferenzzentrum des Flughafen Graz. ExpertInnen auf EU-Ebene, auf nationaler und regionaler Ebene lieferten den rund 150 TeilnehmerInnen interessante Informationen. Am Nachmittag erhielten die TeilnehmerInnen die Möglichkeit im Rahmen von moderierten Arbeitsgruppen anhand ihrer Erfahrungen selbst Vorschläge für die Programmabwicklung zu machen.


Landesbaudirektor DI Andreas Tropper hob in seiner Begrüßung die Bedeutung der EU-Programme Leader und ETZ für die Steiermark hervor, unterstrich die Notwendigkeit der frühzeitigen Vorbereitung der künftigen EU-Förderprogramme und sicherte die Unterstützung bei der Abwicklung der Projekte zu.
Mag. Doris Kampus, Leiterin der Abteilung 16 - Landes- und Gemeindeentwicklung, betonte in ihrer Einleitung, dass es sehr wichtig sei, die verschiedenen AkteurInnen auf regionaler Ebene früh genug in den Entwicklungsprozess einzubeziehen. „Die steirischen Gemeinden und Regionen sind die Entwicklungsmotoren in der Regionalentwicklung und hier ist die EU mit ihren Programmen ein wesentlicher Partner um Ideen zu entwickeln und umzusetzen", meint Doris Kampus. In diesem Zusammenhang dankte Mag. Kampus auch den anderen an der EU-Programmabwicklung beteiligten Landesstellen für die konstruktive Zusammenarbeit.

Mag. Dr. Martin Ozimic, Landesgeschäftsführer des Steiermärkischen Gemeindebundes, ist auch von der großen Bedeutung der EU-Programme überzeugt. „Für die steirischen Gemeinden wünsche ich mir, dass der Zugang zu den Förderprogrammen künftig erleichtert wird und im Hinblick auf die Stärkung regionaler/ländlicher Strukturen auch weiterhin von der EU ausreichend finanzielle Mittel zur Verfügung gestellt werden", so Ozimic. Der Geschäftsführer der Landesgruppe Steiermark des Österreichischen Städtebundes, Dr. Stefan Hoflehner, verwies in seiner Begrüßung auf bereits erfolgreich laufende Projekte an denen steirische Städte maßgeblich beteiligt sind und sprach sich für eine verstärkte Agglomerationspolitik und eine Stärkung der städtischen Dimension aus.

Olivier Baudelet von der GD Regionalpolitik der Europäischen Kommission erläuterte in seinem Vortrag den aktuellen Diskussionsstand zur künftigen Kohäsionspolitik. Sollen reiche Länder wie die Steiermark weiter Finanzmittel erhalten? Auf diese Frage antwortet Baudelet eindeutig mit ja, „denn auch die Steiermark steht vor Herausforderungen wie Demografischer Wandel, Arbeitslosigkeit, Umweltverschmutzung, industrielle Restrukturierung, etc." Großes Potential sieht er in grenzüberschreitenden Kooperationen und in makroregionalen Strategien. Als strategischer Rahmen für die künftige Kohäsionspolitik wurden im Rahmen der Strategie „Europa 2020" drei Wachstumsprioritäten definiert (Intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum) die die Basis für die künftige EU-Kohäsionspolitik bilden.
Derzeit ist jedoch „sicher dass nichts sicher ist", so Baudelet. Daher betonte er die Bedeutung von derartigen Veranstaltungen um Einfluss auf die Gestaltung der künftigen Programme nehmen zu können und dankte für die Möglichkeit direkt mit regionalen AkteurInnen in Diskussion treten zu können.

Mag. Markus Seidl von der Österreichischen Raumordnungskonferenz gab in seinem Vortrag einen Überblick über die laufenden Vorbereitungen der EU-Regionalpolitik 2014+ aus österreichischer Perspektive. Zu Beginn verwies er auf beeindruckende Ergebnisse aus bisherigen Förderprogrammen. So konnten beispielsweise über den EFRE rund 25.000 Projekte in Österreich unterstützt werden. Der Europäische Sozialfonds erreichte mehr als 1 Million ÖsterreicherInnen, der Landwirtschaftsfonds ELER förderte zahlreiche Entwicklungen im ländlichen Raum. Im Rahmen des Impulsprogrammes LEADER wurden bisher über 3.000 Projekte realisiert. Bei der aktuellen Diskussion der künftigen Kohäsionspolitk liegen vier große Themen auf dem Tisch: Globalisierung, Energieversorgung, Klimawandel und sozialer Wandel - Migration und Integration. Seidl spricht sich für eine integrierte Entwicklungsplanung auf allen Ebenen aus und hebt die Bedeutung der Regionen hervor: „Region ist der Ort der Integration verschiedener Politiken."

Im Anschluss an die Hauptreferate gab es geballte Informationen zu den EU-Programmen und zur Regionalentwicklung in der Steiermark von Experten der Abteilung 16:

DI Rainer Opl erläuterte die regionalpolitischen Herausforderungen für die Steiermark, beispielsweise die kleinteiligen Gemeindestrukturen, ungünstige demografische Entwicklungen oder auch die räumliche Re-Konzentration der wirtschaftlichen Aktivitäten auf Kernräume. In der künftigen Kohäsionspolitik soll die Rolle der Regionen hervorgehoben werden. „Europäische territoriale Zusammenarbeit wird in Zukunft noch mehr an Bedeutung gewinnen", ist Opl überzeugt.
DI Harald Grießer präsentierte anhand von Beispielen aus dem Programm Leader den wertvollen Beitrag von EU-Programmen zu einer erfolgreichen Regionalentwicklung in der Steiermark. Er verwies weiters auf die Bedeutung von regionalen Kooperationen zur effizienten Bewältigung der Zukunftsaufgaben und hob insbesondere auch die Notwendigkeit von Stadt-Umland-Kooperationen hervor.
Hannes Klug, bereits 15 Jahre lang im Bereich der EU-Programme tätig, zeigt in seinem Beitrag einige beeindruckende Projekt-Beispiele aus dem Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Liste der erfolgreichen Projekte ist groß, 44 bilaterale und 48 transnationale Projekte werden derzeit abgewickelt. Er verwies darauf, dass die erfolgreiche Beteiligung der Steiermark bei diesen Programmen abhängig von konstruktiver Zusammenarbeit vieler Akteure aus unterschiedlichen Ebenen ist.

Am Nachmittag erhielten die TeilnehmerInnen die Gelegenheit, im Rahmen von moderierten Arbeitsgruppen selbst Vorschläge und Anregungen zur Gestaltung und Abwicklung der Programme einzubringen. Das Interesse war sehr groß und die Ergebnisse werden in den weiteren Planungen entsprechend Eingang finden.

Vorgetragene Präsentationen zum Download:
Externe Verknüpfung DI.Harald Grießer
Externe Verknüpfung Hannes Klug
Externe Verknüpfung DI. Rainer Opl
Externe Verknüpfung Mag. Markus Seidl

 

 

 

 
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