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Projekt NATREG – Steiermark:

Sicherung der Freiräume für Mensch und Natur

@Natreg 
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NATREG - PROJEKTRAHMEN

Die Abteilung 7 - Landes- und Gemeindeentwicklung beteiligt sich am EU-kofinanzierten transnationalen Projekt NATREG (Managing Natural Assets and Protected Areas as Sustainable Regional Development Opportunities - EU-kofinanziert im Programm SouthEastEurope). Während der Projektfokus der übrigen Partnerländer auf der Umsetzung einer nachhaltigen Verbindung von (Natur-)Schutzgebietsmanagement und Regionalentwicklungspotenzialen liegt, legt die Steiermark thematisch den Fokus auf eine höhere Maßstabsebene und hat die gesamte Steiermark als Bearbeitungsraum für das Thema nachhaltige Nutzung der Freiräume vorgesehen.

Die Bearbeitung des Projektes erfolgt durch ein interdisziplinäres Planerteam aus den Bereichen Landschaftsplanung, Raumplanung und Wildökologie / Forstwirtschaft (freiland Umweltconsulting ZT-GmbH, Regionalentwicklung DI Tischler ZT GmbH, Büro für Wildökologie& Forstwirtschaft /DI Horst Leitner). Begleitet wird das Projekt durch die Abteilungen des Amtes der Stmk. Landesregierung für Naturschutz, Forstwesen (inkl. Wildökologie) und Gesamtverkehrsplanung sowie der Umweltanwaltschaft.

Für diese Aufgabenstellung wird ein neuartiges Konzept skizziert, das die Grundlagen für die nachhaltige Sicherung eines „Grünen Netzes" der Freiräume in der Steiermark anhand vorliegender Daten und Experteninformationen ermittelt und einen Vorschlag zur Integration in die überörtlichen Raumplanungsinstrumente liefert. Den Kern des Konzepts bilden die Abgrenzung von wertvollen und gefährdeten Zonen aus der Sicht der Ökologie, Erholungsnutzung und Schutz-/Wohlfahrtswirkung sowie die Ermittlung von Lebensraumkorridoren zu Ökologie und Erholung. Diese beiden Aspekte bilden Grundlagen zur Abgrenzung von Grünzonen und Lebensraumkorridoren für die Erstellung von Regionalen Entwicklungsprogrammen (REPROs). Es soll die Berücksichtigung von freiraumplanerischen Erfordernissen und Festlegungen in der Regionalplanung gesichert werden bzw. eine bessere Nachvollziehbarkeit bei der Abgrenzung von Grünzonen und bei der Definition von Lebensraumkorridoren gewährleistet werden.

Die erarbeitete Methode und die Erfahrungen der Umsetzung münden in ein Handbuch, das als „Guidelines" auch transnationalen Partnern zur Verfügung gestellt wird. Die Guidelines sollen anderen Teams die Umsetzung der Methode Schritt für Schritt mit allen Vorteilen und Umsetzungsschwierigkeiten (z.B. Umgang mit nicht flächendeckend vorhandenen Grundlagendaten) erläutern und zugänglich machen. Die Fertigstellung des Handbuches und der Abschluss des Projektes sind für den Sommer 2011 geplant.

Die administrative und finanzielle Abwicklung erfolgt entsprechend dem NATREG Managementplan. Der Projektablauf sowie der inhaltliche Rahmen für den Projektteil Steiermark sind ebenfalls durch das transnationale Projekt NATREG vorgegeben.

In Partnerkonferenzen werden die Methode und die (Zwischen-)Ergebnisse hinsichtlich ihrer Übertragbarkeit, Gemeinsamkeiten und Unterschiede mit den Partnerländern laufend diskutiert. Auch Mittel zur Öffentlichkeitsarbeit - speziell Broschüren, Präsentationen, Homepage - werden genutzt, um Anknüpfungspunkte darzustellen.

 

 

Das Steirische Modell der Lebensraumvernetzung

Im Steirischen Modell der Lebensraumvernetzung wird geprüft, wie eine Vernetzung der wertvollen Freiräume in der Steiermark (z.B. Naturschutzgebieten, ökologischen Kerngebieten, aber auch bedeutende Naherholungsbereiche oder klimatische Ausgleichsflächen) erreicht werden kann. Durch die Modellierung mit vorliegenden Daten und mittels strukturierten Einholens von regionalem Expertenwissen wird ein „grünes Netz" für die Steiermark entwickelt und abgebildet.

Das steirische Modell orientiert sich an der Multifunktionalität von Freiräumen. Neben der ökologischen Funktion erfüllen Freiflächen auch viele positive Funktionen für den Menschen in den Bereichen Erholung und Wohlfahrt. Im Mittelpunkt der Betrachtungen stehen daher die:

  • Ökologische Funktion (Schwerpunkt Wildökologie und Vegetationsökologie)
  • Lebensraum- / Vernetzungsfunktion
  • Erholungsfunktion (Naherholung im Nahbereich urbaner Siedlungsräume).
  • Wohlfahrts- und Schutzfunktion, wie z.B. klimawirksame Flächen, Retentionsflächen zum Schutz von Siedlungsgebieten und Sicherung von Trinkwasserressourcen.

Zwischen diesen Funktionen gibt es viele Synergien. Der Mehrwert dieser multifunktionalen Flächen wird herausgestrichen. Hinter diesem methodischen Ansatz steht der Grundsatz, dass eine nachhaltige Sicherung der Freiräume nur durch eine Inwertsetzung bzw. verträgliche Nutzung für Mensch und Natur zu erreichen ist.

Die Umsetzung erfolgt in drei Arbeitsmodulen:

1. Erarbeitung einer Methode zur

  • Abgrenzung von Gebieten mit landschaftsökologischem, erholungsbedingten und schutzbezogenen Flächenanspruch zu Grünzonen.
  • Definition von Lebensraumkorridoren mit Verbindungs- bzw. Migrationsfunktion

2. GIS-geschützte Umsetzung der Methode durch räumliche Festlegung der Kern- und Vernetzungsbereiche inkl. Validierungsprozess mit regionalen Experten. Die Abgrenzung erfolgt in zwei Detailstufen:

  • steiermarkweite Grobanalyse im Maßstab 1:200.000 mittels GIS
  • detaillierte Analysen im Maßstab 1:50.000 mittels GIS sowie gutachterliche Einschätzungen

3. Kommunikation und Diskussion der Methode und Projektergebnisse mit regionalen, nationalen und transnationalen Experten und Stakeholdern

Für die Erhaltung und Absicherung der Funktionsfähigkeit der so ausgewiesenen und festgelegten Lebensraumkorridore und Grünzonen sind in erster Linie

  • ihre Freihaltung von Siedlungs- und Baulandbarrieren,
  • die Vermeidung zusätzlicher Zerschneidungen durch ungeeignete Freilandnutzungen oder neue Infrastrukturachsen sowie
  • die Herstellung der Durchlässigkeit sämtlicher bereits querender Verkehrsträger

von zentraler Bedeutung. Durch die Integration der Lebensraumkorridore und Grünzonen in die Planungsinstrumente der überörtlichen Raumplanung soll ihre Erhaltung oder Weiterentwicklung sichergestellt werden.

News: 
Externe Verknüpfung Richtlinie zur Lebensraumvernetzung (engl., PDF 8 MB!)

Download:

Externe Verknüpfung NATREG - Newsletter 01
Externe Verknüpfung NATREG - Newsletter 02
Externe Verknüpfung NATREG - Newsletter 03 (PDF 2,14 MB)
Externe Verknüpfung NATREG - Newsletter 03 (PDF 24 MB)
Externe Verknüpfung NATREG - Newsletter 04 (PDF 1 MB)
Externe Verknüpfung NATREG - final Newsletter(PDF 3 MB)

 

 
 
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