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ProRaab(a) - Ein gemeinsames Hochwasser-Prognosemodell für die Raab

Ziel 3 ETZ Österreich-Ungarn 2007-2013

proraab(a) 
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Die bestehenden Hochwasser-Meldesysteme im Bereich der Raab sind aus Sicht der beteiligten Stellen derzeit nicht ausreichend, um im Bedarfsfall längere Vorwarnzeiten auch grenzüberschreitend zwischen Österreich und Ungarn zu gewährleisten. Das heißt, der Schutz von Leben und Gütern sowie Infrastruktur ist gefährdet, solange nicht der „Blick in die Zukunft" mittels entsprechender Technik und transnationaler Meldesysteme möglich ist.
Im Rahmen des Projektes ProRaab(a) soll daher ein gemeinsames und damit grenzüberschreitendes Hochwasser-Prognosemodell für das gesamte Einzugsgebiet der Raab entwickelt werden. Dieses wird den jeweiligen hydrographischen Diensten bzw. Wasserwirtschaftsdirektionen (Steiermark, Burgenland, West- und Nord-Transdanubien/Ungarn) ein modernes Werkzeug für die operationellen Hochwassermeldedienste zur Verfügung stellen.

Als Vorbild dient das in der Steiermark entwickelte und bereits eingesetzte internationale Hochwasser-Prognosemodell „Mur", das gemeinsam mit slowenischen Kollegen entwickelt und umgesetzt wurde. Auch hier war Ungarn schon während der Entwicklungsphase eingebunden und konnte durch den intensiven Informationsaustausch erste Erfahrungen zur grenzüberschreitenden Hochwasser-Prognose sammeln.

Das Hochwasserprognose-Modell Raab soll analog zum Aufbau des Systems an der Mur erfolgen (einheitliches Gesamtsystem). Dabei stellt ein internationaler Prognose-Rechner das Kernstück dar, der in weiterer Folge die lokalen Systeme in jedem Partnerland (Wasserwirtschaft Steiermark, Wasserbau Burgenland, Wasserdirektion Szombathely und Wasserdirektion Györ) versorgt und diese befähigt, lokalspezifische Berechnungen und Prognosen durchzuführen. So können Vorwarnzeiten auf Basis von (Echtzeit-) Niederschlagsdaten, Lufttemperatur und Wasserstand sowie von prognostizierten Werten errechnet werden.

Durch die internationale institutionelle Zusammenarbeit können künftig Risiken, die aus Hochwasser-Ereignissen beispielsweise an neuen Siedlungs- und Wirtschaftsstandorten entstehen, besser eingeschätzt werden. Dies kann dazu beitragen, künftige Hochwasserschäden möglichst gering zu halten oder sogar zu vermeiden und notwendige Finanzmittel effizienter einzusetzen.

 

 

Interview mit DI Dr. Robert Schatzl, Fachabteilung 19A – Wasserwirtschaftliche Planung und Siedlungswasserwirtschaft des Landes Steiermark

DI.Dr.Robert Schatzl © verwaltung.steiermark.at
DI.Dr.Robert SchatzlDI.Dr.Robert Schatzl
© verwaltung.steiermark.at
 

Was ist das herausragende Ergebnis/Erfolgserlebnis von ProRaab(a) für Sie bisher?
Wir haben es im Projekt ProRaab(a) geschafft, die Interessen von 2 Staaten und 4 Ländern und somit 4 Wasserwirtschaftsverwaltungen zu bündeln und ein gemeinsames Modell für die Hochwasserprognose im gesamten Einzugsgebiet der Raab zu entwickeln. Obwohl im Laufe des Projekts und der Modellentwicklung des öfteren Probleme aufgetreten sind, konnten diese im gemeinsamen Dialog gelöst werden. Das zukünftige Hochwasserprognosemodell verbindet daher die einzelnen Länder nicht nur im technischen Bereich der Hochwasserprognose, sondern auf Basis des im Projekt geschaffenen Vertrauens zwischen den Experten auch im zwischenmenschlichen Bereich.
Im Sinne einer über das Fördergebiet hinausreichenden Öffentlichkeitsarbeit wurde das Projekt bereits bei zwei internationalen Workshops in Alkmaar (Workshop „Fortschritte in der Hochwasservorhersage" im Mai 2010) sowie in Hamburg (Fachmesse und Kongress für Klimafolgen und Hochwasserschutz „Aqua Alta" im Oktober 2011) präsentiert.

Was sind die nächsten Schritte und was erwarten Sie noch von ProRaab(a)?
Das Hochwasserprognosemodell für das gesamte Einzugsgebiet wird mit Ende des Jahres fertig gestellt, der österreichische Teil des Modells (Steiermark und Burgenland) läuft seit April 2011 im operationellen Testbetrieb. Nach Fertigstellung des ungarischen Teil des Modells Ende Oktober 2011 werden die beiden Teilmodelle beim zentralen Server in Graz zusammengeführt und das Gesamtmodell läuft ab diesem Zeitpunkt im operationellen Betrieb. Ein wichtiger Aspekt für die Zukunft ist ein nachhaltiger Betrieb, Betreuung und Wartung des Modells, Abstimmungen über eine gemeinsame Vorgangsweise dazu werden in der noch verbleibenden Restlaufzeit des Projekts zu klären sein.

Welchen Nutzen haben die grenzüberschreitende Zusammenarbeit und das ETZ-Programm im Hochwasserschutz für die Steiermark?
Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Hochwasserprognose und somit in weiterer Folge auch im Hochwasserschutz ist ein wesentlicher Faktor für ein effizientes Einleiten und Umsetzen von im Hochwasserfall notwendigen Maßnahmen, da auch das Hochwasser keine Grenzen kennt. Besonders eine frühzeitige Erkennung von Hochwassergefahren, die durch das Prognosemodell gewährleistet wird, ermöglicht es, in grenzüberschreitender Abstimmung die möglichen Schäden möglichst zu minimieren.

Weitere Infos:
Externe Verknüpfung www.at-hu.net

Externe Verknüpfung Raumplanung Steiermark 

 
 
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http://sk-at.eu/at-hu/de/news.php 
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European Union 
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Projektlogo © ProRaab(a)
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