WORKSHOP „Arbeitsmarkt und Bildung“, 27.06.2012, Schloss Seggau
ETZ-Planung 2014+ Steiermark
Rund 40 TeilnehmerInnen diskutierten die Zukunft grenzüberschreitender Projekte in den Bereichen Bildung und Arbeitsmarkt im Rahmen des ETZ-Planungsworkshops zur Vorbereitung der neuen Strukturfondsperiode 2014-2020.
Die ExpertInnen Dr. Hertha Kindermann-Wlasak vom AMS Steiermark und Dr. Roswitha Preininger von der Landesabteilung 6 (Bildung, Frauen, Jugend, Familien und Integration) brachten mit ihren Eingangsstatements interessante Diskussionsgrundlagen auf den Tisch: „Heute diskutierte Krisenthemen sind die Chancen von morgen". Dieses Motto nahmen sich die VertreterInnen von Bildungseinrichtungen, ArbeitnehmerInnen- und Interssensvertretungen, Beschäftigungsinitiativen, Impulszentren, Leader-Gruppen und Regionalmanagements zu Herzen und erstellten eine Reihe von Themenkatalogen, die in die künftigen EU-Prioritäten einzugliedern sind.Die Diskussionsschwerpunkte waren breit gestreut. Allgemeine gehaltene Ansatzpunkte wie die Gleichstellungsorientierung am Arbeitsmarkt (im Besonderen gender budgeting) oder das Generationenthema in Hinblick auf den demographischen Wandel wurden ebenso erläutert wie einige Spezialbereiche. So sei die Schnittstelle zwischen Ausbildung (Schule) und Beruf (Unternehmen/Wirtschaft) auszubauen. Dies wäre auch ein interessanter Ansatzpunkt, um die Begeisterung für technische Berufe verstärkt zu wecken, insbesondere Mädchen und Frauen für die Technik zu begeistern.
Einig war man sich darüber, dass der grenzüberschreitende Arbeitsmarkt Zukunft hat. Hier geht es vor allem darum, die Fachkräftemobilität sicherzustellen. Das bedeutet v.a. die Anerkennung von bestehenden Ausbildungen und die Einrichtung von fachspezifischen grenzüberschreitenden Ausbildungsangeboten (z.B. im Bereich Erneuerbare Energien). Insgesamt müsse das Aus- und Weiterbildungsangebot für Fachkräfte verbessert werden.
Um künftig junge, gut ausgebildete Menschen in der Region zu halten bzw. diese in die Region zurückzuholen, müsse man sich vor allem der Standortentwicklung widmen: Hier könnten Kooperationen zwischen Bildung, Wirtschaft und Forschung den Standort stärken.
Im Rahmen des Planungsprozesses zur Gestaltung der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) 2014-2020, den die Abteilung 16 des Landes Steiermark als zuständige regionale Koordinierungsstelle gestartet hat, war der Workshop „Arbeitsmarkt und Bildung" das letzte Treffen des 1. Durchganges in einer Reihe von Planungstreffen. Die Ergebnisse werden nun dokumentiert und dienen als Grundlage für die weiteren Verhandlungen der Steiermark in der österreichinternen Abstimmung sowie in weiterer Folge in der europaweiten Planung und Diskussion der künftigen Themenschwerpunkte der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit 2014-2020.
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