WORKSHOP „Tourismus“, 12.06.2012, Genusshotel Riegersburg
ETZ-Planung 2014+ Steiermark
Wendepunkt für den Tourismus in der Strukturfondsperiode 2014-2020: Touristische Projekte müssen künftig einen stark integrierten Ansatz hinsichtlich sektoraler Themen wie Energie/Umwelt, Verkehr oder Wirtschaft haben, um im Sinne der EU-Strukturfondspolitik förderfähig zu sein.
Etwa 40 VertreterInnen der Tourismusbranche sowie aus verwandten Bereichen wie den steirischen Naturparken, Gründerzentren, Leader Aktionsgruppen, der FH Joanneum und den steirischen Regionalmanagements kamen am 12. Juni 2012 im Genusshotel Riegersburg zusammen - nicht nur, um den Ausblick auf die dem Hotel namensgebende Sehenswürdigkeit zu genießen, sondern vielmehr einen Blick in die Zukunft touristischer, vor allem grenzüberschreitender Projekte zu werfen. Ausgangspunkt der Diskussion war die Tatsache, dass der Bereich Tourismus in der künftigen Programmplanungsperiode 2014-2020 keinen eigenen Schwerpunkt mehr bildet. So drehten sich die ExpertInnengespräche vorrangig darum, Möglichkeiten zu finden, wie touristische Anliegen in den derzeit vorgeschlagenen 11 Prioritäten des EU-Verordnungsentwurfes Anknüpfungspunkte finden können.Fachliche Inputs zu den künftigen Tourismusstrategien lieferten Mag. List von der Fachabteilung 12B (Tourismus - Rechtsangelegenheiten und Projektentwicklung) des Landes Steiermark sowie Dir. Bliem von der Steiermark Tourismus GesmbH. Seitens der TeilnehmerInnen konzentrierte man sich auf die Nachhaltigkeit: beispielsweise auf die Koppelung des Tourismus mit dem Thema Klimawandel (z.B. in Hinblick auf Neuorientierung der steirischen und slowenischen Bergbahnen), mit den Bereichen Verkehr und Energie (alternative, sanfte und E-Mobilität) oder auf die Angebotsentwicklung zum „Nachhaltigen Reisen" (Stichworte „Authentisch Wohnen", „Ethisch Reisen", „Ursprüngliches Erleben").
Unter diesen Aspekten fiel es nicht schwer, in ausgewählten EU-Prioritäten für 2014-2020, wie z.B. den Verkehrs- und Umweltschwerpunkten oder auch bei Bildung/Qualifizierung oder Beschäftigung/Arbeitsmarkt, touristische Ansätze unterzubringen.
Im Rahmen des Planungsprozesses zur Gestaltung der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit (ETZ) 2014-2020, den die Abteilung 16 des Landes Steiermark als zuständige regionale Koordinierungsstelle gestartet hat, war dies bereits der dritte in einer Reihe von Planungstreffen, neben „Wirtschaft, F&E, Innovation", „Verkehr und Mobilität", „Energie und Umwelt" sowie „Arbeitsmarkt und Bildung". Die Ergebnisse werden dokumentiert und dienen als Grundlage für die weiteren Verhandlungen der Steiermark in der österreichinternen Abstimmung sowie in weiterer Folge in der europaweiten Planung und Diskussion der künftigen Themenschwerpunkte der Europäischen Territorialen Zusammenarbeit 2014-2020.
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