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LOKALE AGENDA 21 - Projektförderung (7.1.3)

Im Rahmen des Europäischen Fonds für ländliche Entwicklung besteht in der Programmperiode 2014 - 2020 die Möglichkeit, Beteiligungsprozesse in Gemeinden und Regionen über die Vorhabensart „Lokale Agenda 21" zu unterstützen. Für die Steiermark stehen in diesem Zeitraum € 560.000,-- an EU/ELER-Mitteln und Landesmitteln der Abteilung 17 zur Verfügung. Die Einreichung erfolgt aufgrund von öffentlichen Aufrufen zur Einreichung durch die Abteilung 17.

 

Ziele

der Durchführung der Lokalen Agenda 21 sind Entwicklungsprozesse auf lokaler Ebene mit Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. Die Agenda 21 zielt auf die Sicherung und Verbesserung der Lebensqualität vor Ort für gegenwärtige und künftige Generationen ab.

 

Förderungsgegenstände

Lokale Agenda 21 - Zukunftsprozesse mit BürgerInnenbeteiligung und professioneller Prozessbegleitung auf lokaler Ebene unter besonderer Berücksichtigung des bottom-up-Ansatzes:
Der Fördergegenstand beinhaltet die

  1. Sensibilisierung der Bevölkerung; Entwicklung von Visionen, Zielen und Maßnahmen; Stärkung der Eigeninitiative und Identifikation durch breite Beteiligung aller gesellschaftlichen Kräfte; verstärkte Beteiligung von Bevölkerungsgruppen, die bis dato nur teilweise in der regionalen Entwicklungsarbeit involvierten waren; begleitende Bewusstseinsbildung; Erfolgskontrolle, ergänzende Qualifizierung von Multiplikatoren und Multiplikatorinnen im ländlichen Raum;
  2. Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Akteuren und Akteurinnen für eine prioritäre Politik nachhaltiger, wettbewerbsfähiger und auf Chancengleichheit ausgerichteter Entwicklung des Ländlichen Raums durch ortsübergreifende, regionale partnerschaftliche Kooperationen;

Gemeindeübergreifende und thematische Vernetzungen der Lokale Agenda 21-Zukunftsprozesse sowie Erfahrungsaustausch mittels Entwicklung und Umsetzung multiplizierbarer, innovativer Modelle;

Bundesweite Unterstützungs- und Koordinierungsaktivitäten für die Lokale Agenda 21.

Entwicklung und Umsetzung innovativer Modelle im Bereich Beteiligung und Bürgerengagement, Daseinsvorsorge und Demografischer Entwicklung.

 

Projektträger

  • Gemeinden, Gemeindeverbände und Gemeindekooperationen im Bundesland Steiermark;
  • Natürliche und juristische Personen und Personenvereinigungen im Bundesland Steiermark, deren Aufgabenstellungen mit den Zielen der Erstellung, Unterstützung und Umsetzung einer Lokalen Agenda 21 übereinstimmen.
 

Fördervoraussetzungen

  1. Das Vorhaben wird im ländlichen Gebiet umgesetzt;
  2. es gibt einen verbindlichen Beschluss im zuständigen Gremium (Gemeinde oder Gemeindeverband sowie Region) über die Durchführung des Agenda 21-Prozesses;
  3. die Bundes- und Ländervorgaben zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 werden erfüllt;
  4. Die Koordination des Projektes erfolgt über das zuständige Regionalmanagement,
  5. es handelt sich um einen Beitrag zu den Zielen der Nachhaltigkeit, BürgerInnenbeteiligung und Innovation.
 

Informations- und Publizitätsbestimmungen

In der Umsetzungsphase ihres Vorhabens haben Sie als Förderungswerber durch geeignetes Publizitätsmaterial (Hinweisschilder, Plakate, Aufkleber, etc.), insbesondere auf den Beitrag der EU zur Verwirklichung des geförderten Vorhabens aus Mitteln des ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) hinzuweisen. Der Publizitätshinweis muss Folgendes enthalten: Hinweis auf Beteiligung der Europäischen Union und des Landes Steiermark („Mit Unterstützung von ..."), EU-Logo, Text: „Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums: Hier investiert Europa in die ländlichen Gebiete", Logo des Landes Steiermark - Regionen und Logo LE 14-20.

Details zu den Publizitätsbestimmungen finden Sie hier:

Downloads:

 

Förderungsabwicklung

Um Wiederholungen und Widersprüche zu vermeiden, insbesondere in Bezug auf die Förderungsabwicklung und Abrechnungsprüfung dieser Maßnahme, wird ausdrücklich auf die „Richtlinie des Landes Steiermark zur Umsetzung von Projekten im Rahmen des Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020" und die „Sonderrichtlinie des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft zur Umsetzung von Projektmaßnahmen im Rahmen des Österreichischen Programms für ländliche Entwicklung 2014-2020 - LE-Projektförderungen" und die dort beschriebenen Begriffe und Abläufe verwiesen.
Die Förderungsanträge sind bei der Abteilung 17 einzureichen.
Die Bearbeitung der Anträge erfolgt fortlaufend unter Berücksichtigung der erforderlichen Mindestpunkteanzahl, bei geblockter Auswahl zu bestimmten Stichtagen. Die Auswahl der Projekte erfolgt anhand der Bewertung der Projekte hinsichtlich der Erreichbarkeit der Basisqualitäten zur Umsetzung der Lokalen Agenda 21 in Österreich, insbesondere deren Beitrag zu inhaltlichen Qualitäten in den Dimensionen „Ökologie", „Wirtschaft", „Soziales und Kultur" und zur Qualität der Prozesse (z.B. in Bezug auf Bürgerbeteiligung).

Bewilligende Stelle ist die Externe Verknüpfung Abteilung 17.
 

 

Abrechnungsprüfung

Die Zahlungsanträge sind bei der Externe Verknüpfung Abteilung 17 einzureichen. Die Abteilung hat die Zahlungsanträge auf Einzelbelegsebene zu prüfen. Die Rückmeldung über das Prüfergebnis erfolgt durch die Abteilung 17, die Auszahlung der Fördermittel (EU- und Landesmittel) erfolgt durch die Zahlstelle.
 

Art und Ausmaß der Förderung

Bei den Fördergegenständen 3.2.2.1 und 3.2.2.4 kann ein Zuschuss zu den anrechenbaren Kosten im Ausmaß von 75% gewährt werden.
Bei den Fördergegenständen 3.2.2.2 und 3.2.2.3 kann ein Zuschuss zu den anrechenbaren Kosten im Ausmaß von 100 % gewährt werden.
Gefördert werden Personalaufwand sowie Sachkosten.
 
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